Grausamer Tiermord in Oberrad

Der „Gnadenhof Oberrad“ gehört zum Stadttaubenprojekt Frankfurt e.v., einen Ort an den man hilfsbedürftige Tauben abgeben kann. Diese Tiere werden hier medizinisch versorgt und nach ihrer Genesung wieder in die Freiheit entlassen. Wenn dies nicht möglich ist, finden die Tauben auf dem Gnadenhof ein dauerhaftes Zuhause.

Am Freitagmorgen, den 20.6.2014, machte die zweite Vorsitzende des Stadttaubenprojektes auf dem Gnadenhof eine grausige Entdeckung. Sie fand zwei Kaninchen (Mariechen und Franz) tot nebeneinander liegend im Außengehege. Ein Stück weiter lagen die Dohlen Jack und Sofi, beide tot. Ihre Köpfe lagen abgerissen unweit der Körper.

Das Gehege wies weder Spuren eines Kampfes mit einem anderen Tier auf, noch gab es dort Blutspuren, Federn oder Fellbüschel. Der Gedanke, dass es ein Mensch gewesen sein könnte, war bis dahin noch vage.

Am gleichen Abend fand die Familie der ersten Vorsitzenden einen frisch abgerissenen Taubenkopf in ihrem Briefkasten.

Am nächsten Tag diagnostizierte eine Tierärztin, dass die Köpfe beider Dohlen abgerissen wurden und die Tiere keine Spuren eines Wildtierangriffes aufwiesen. Bei den Kaninchen stellte sie Rippenbrüche fest, was auf Tritte oder Schläge hinweist.

Es wurde Anzeige erstattet und die Sicherheitsmaßnahmen im Gnadenhof erhöht.

Nicht nur die Mitglieder sind zutiefst schockiert und unsagbar traurig, dass jemand in den Gnadenhof eingebrochen ist und das sichere Zuhause der Schützlinge auf so grausame Weise zur Todesfalle wurde.

Update 23.6.: Der Verein hat eine Belohnung von 1.000€ ausgesetzt. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst (Tel. 069 / 755-53111) entgegen.

Siehe auch: Polizeipresse

Update 24.6.:
Mittlerweile hat die Presse das Thema aufgegriffen:
FR-Online – Drohung gegen Tierschützer
FNP – Tierquäler wüten auf dem Gnadenhof

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